Ist das Wohl Ihrer Mitarbeiter ein zentraler Punkt Ihrer Geschäftsstrategie oder eher ein Thema am Rande? Ist Ihre To-Do-Liste gerade einfach zu lang, um sich mit Corporate Wellbeing zu beschäftigen? Dann unterschätzen Sie womöglich, die positiven Auswirkungen, die eine Strategie für mehr Wohlbefinden am Arbeitsplatz  auf Ihr gesamtes Unternehmen haben kann.

Die richtige Strategie hilft Ihnen dabei, Fehlzeiten zu reduzieren und Fluktuation zu verringern. Eine Studie belegt, dass Arbeitnehmer mit einer um 27 % höheren Wahrscheinlichkeit länger als fünf Jahre bei ihren Unternehmen blieben, wenn Sie den Eindruck hatten, dass sich ihr Arbeitgeber um ihr Wohlergehen sorgt. Zudem besagt der Bericht ‚Großbritanniens gesündester Arbeitsplatz‘, dass gesündere Mitarbeiter jährlich über zusätzliche produktive Zeit in der Größenordnung von 30 Tagen verfügen.

Trotzdem verfügen über ein Drittel aller Unternehmen noch immer nicht über eine Strategie zur Verbesserung der Gesundheit und des Wohlbefindens Ihrer Mitarbeiter. Zwei Drittel verfügen außerdem noch nicht über adäquate Prozesse, um die psychische und physische Gesundheit ihrer Beschäftigten zu überprüfen.

Ihre Mitarbeiter sind Ihre wichtigstes Gut und ein wesentlicher Erfolgsfaktor für all Ihre Unternehmensziele. Deshalb sollten Sie das Thema „Mitarbeiterwohlbefinden“ nicht weiter auf die lange Bank schieben. Wir zeigen Ihnen, welche Schritte Sie befolgen sollten, um eine effektive Strategie zu erarbeiten.

 

1. Definieren Sie Ihre Ziele

Der Schlüssel zur Implementierung einer Strategie für das Mitarbeiterwohlbefinden liegt in der Definition der Ziele. Möchten Sie Fehlzeiten reduzieren und/oder die Leistung und Produktivität steigern? Welche Ziele können Sie auch messen?

Es ist wichtig, dass Sie Ihre individuellen Bedürfnisse und Ziele ermitteln. Nur so können Sie Ihre Strategie und alle damit verbunden Initiativen auf das Ergebnis auszurichten.

 

2. Bestandsaufnahme

Wie fördern Sie derzeit die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter? Gibt es bereits Anreize oder Prozesse, um die Gesundheit Ihrer Arbeitnehmer zu zu messen und zu fördern ? Sind Ihre Bemühungen erfolgreich?

 

3. Wer sollte einbezogen werden?

Wer bei der Entwicklung der Strategie einbezogen werden sollte, hängt vor allem von der Struktur und Größe Ihres Unternehmens ab.

Bei größeren Unternehmen sollten alle Abteilungen an einer Strategie für das Mitarbeiterwohlbefinden mitwirken. Das umfasst alle Verantwortlichen für Arbeitsschutz und -sicherheit, Gesundheit am Arbeitsplatz, aber auch die Finanzabteilung. Eine zentrale Rolle nimmt aber die Personalabteilung ein. Die HR ist verantwortlich für die Überwachung und Berichterstattung zur Gesundheit und Mitarbeiterzufriedenheit. Außerdem erarbeitet die HR Vorschläge zu notwendigen organisatorischen Änderungen.

Natürlich müssen auch die Führungskräfte und vor allem das Management ins Boot geholt werden. Die Unterstützung durch die Geschäftsführung entscheidet über Erfolg oder Misserfolg des Programms, denn ein solcher Wandel muss von oben vorangetrieben werden. Meinungsbildner müssen aktiv eingebunden werden und für die positive psychische und physische Gesundheit der Mitarbeiter werben.

 

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4. Die Strategie

Eine Strategie für Mitarbeiterwohlbefinden hat drei zentrale Bestandteile: Prävention, Intervention und Sicherheit.

  • Prävention Der Schlüssel liegt darin, Gesundheit und Fitness in Ihrer Unternehmenskultur zu verankern. Betrachten Sie beispielsweise weit verbreitete Gesundheitsprobleme wie Stress oder Rückenschmerzen, die beide durch Probleme am Arbeitsplatz verschärft werden können und dadurch die Leistung beeinflussen. Mit gezielten Präventionsmaßnahmen können Sie verhindern, dass solche Maßnahmen überhaupt erst entstehen. Sie können z.B. Arbeitsplätze nach ergonomischen Gesichtspunkten gestalten, gesunde Optionen in der Betriebskantine fördern oder eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio finanziell unterstützen.
  • Intervention Hier geht es darum, bereits vorhandene Problem aufzugreifen und zu lösen, bevor sie den Mitarbeiter, seine Leistung oder andere Teammitglieder beeinträchtigen.
  • Sicherheit und Unterstützung Auch wenn Ihr Fokus auf Prävention liegt, sollten Sie überlegen, wie Sie Ihre Mitarbeiter unterstützen können, wenn sie nach einer längerfristigen Krankheit an den Arbeitsplatz zurückkehren. Kümmern Sie sich um ihre Sorgen und unterstützen Sie die Wiedereingliederung beispielsweise durch eine Staffelung der Arbeitszeit und Leistung sowie durch regelmäßige Feedbackgespräche, um Rückfälle zu vermeiden.

5. Initiativen und Benefits zur Steigerung des Wohlbefindens

Indem Sie das Wohlbefinden Ihrer Mitarbeiter in den Mittelpunkt stellen, zeigen Sie Ihren Arbeitnehmern, dass Sie sie wertschätzen. Konkrete Möglichkeiten, ihnen Ihre Wertschätzung zu zeigen, sind Gesundheitsbenefits und Fitnessinitiativen.

Dazu zählen beispielsweise:

  • Regelmäßige Gesundheitschecks für Mitarbeiter
  • Kostenübernahme für eine Fitnessstudio-Mitgliedschaft
  • Apps oder Fitnesstracker, um die eigene Gesundheit und Fitness zu überwachen
  • Workshops zu verschiedenen Fitness- und Wellness-Themen, z.B. Rückenschule, Entspannungskurse, etc.

 

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